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    Membrantechnologie in der medizinischen Wasserfiltration

    Kleine Strukturen. Große Bedeutung für die Patientensicherheit.

    Membranen bilden das Herzstück moderner Sterilfilter. Sie ermöglichen den zuverlässigen Rückhalt wasserassoziierter Bakterien und leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Infektionsprävention in medizinischen Einrichtungen.

    Doch Membran ist nicht gleich Membran. Unterschiedliche Technologien unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Konstruktion, Materialeigenschaften, Baugröße und Leistungsfähigkeit. Diese Faktoren beeinflussen nicht nur den Bakterienrückhalt, sondern auch die hygienische Sicherheit, den Wasserdurchfluss und den Ressourcenverbrauch.

    Welche Membrantechnologie eingesetzt wird, ist deshalb eine bewusste Entscheidung für bestimmte Produkt- und Sicherheitseigenschaften.

    Hohlfaser- und Flachmembran im Vergleich

    In der medizinischen Wasserfiltration kommen unter anderem zwei Membrantechnologien zum Einsatz:

    • Hohlfasermembranen bestehen aus zahlreichen feinen, röhrenförmigen Fasern, die zu Bündeln zusammengefasst und im Filtergehäuse fixiert werden. Ihre Konstruktion ermöglicht große Membranflächen auf begrenztem Raum, erfordert jedoch zusätzliche Komponenten wie Vergussmaterialien.
    • Flachmembranen bestehen aus flächigen Membranschichten, die in unterschiedlichen Filterkonstruktionen eingesetzt werden können. Sie ermöglichen einen zuverlässigen Bakterienrückhalt und lassen sich in kompakte Filtersysteme integrieren.

    Beide Technologien können für die mikrobiologische Filtration eingesetzt werden. Entscheidend sind die konkrete Konstruktion, die nachgewiesene Filterleistung und die Anforderungen der jeweiligen Anwendung.

    Für i3 Membrane steht dabei eine Frage im Mittelpunkt: Wie lassen sich zuverlässiger Bakterienrückhalt, hygienisches Produktdesign und konstante Leistung bestmöglich miteinander verbinden?

    Die Membrantechnologie macht den Unterschied. Neben dem Nutzungskonzept beeinflusst auch die Wahl der Membran maßgeblich die Eigenschaften eines Sterilfilters. Welche Unterschiede zwischen Flach- und Hohlfasermembranen bestehen, beleuchten wir in Kürze in einem weiteren Beitrag unserer Aufklärungskampagne.

    Sterilfiltration: Warum wir bewusst auf Einweg setzen

    Patientensicherheit hat den höchsten Stellenwert. Zuverlässige Produktleistung bei jedem Einsatz. Nachhaltigkeit über den gesamten Lebenszyklus hinweg.

    Bei patientennah eingesetzten Sterilfiltern stehen Patientensicherheit und Infektionsprävention an erster Stelle. Das gilt insbesondere in sensiblen Krankenhausbereichen, in denen vulnerable Patientinnen und Patienten vor wasserassoziierten Krankheitserregern geschützt werden müssen.

    Deshalb haben wir uns bei i3 Membrane bewusst für Einweg-Sterilfilter entschieden. Denn die Diskussion über Einweg- und Mehrwegsysteme darf sich nicht allein auf Abfallvermeidung und Recycling beschränken. Entscheidend ist, welche hygienischen, technischen und ökologischen Anforderungen ein Filtersystem während seines gesamten Lebenszyklus erfüllt.

    Unsere Überzeugung: Wo Patientensicherheit, Personalsicherheit, Produktsicherheit und Nachhaltigkeit gegeneinander abgewogen werden müssen, hat der Schutz von Patientinnen und Patienten oberste Priorität.

    5 gute Gründe für Einweg-Sterilfilter im patientennahen Krankenhausbereich

    • Weniger Prozessschritte bedeuten weniger potenzielle Kontaminationswege.

      Nach ihrem Einsatz müssen aufbereitbare Mehrwegfilter demontiert, gesammelt, innerhalb des Krankenhauses transportiert, sicher verpackt und zur Wiederaufbereitung versendet werden. Anschließend folgen Reinigung, Desinfektion, Qualitätskontrolle, Rücktransport und erneute Installation.

      Diese Prozesskette eröffnet zwei potenzielle Wege der Kreuzkontamination:

      • Während Transport und Lagerung: Gebrauchte Filter können mikrobiologisch belastet sein. Insbesondere beim Umgang mit multiresistenten Erregern müssen geeignete Maßnahmen verhindern, dass Mikroorganismen innerhalb der Gesundheitseinrichtung verschleppt werden.
      • Während der Wiederaufbereitung: Die komplexen Strukturen eines Filters stellen hohe Anforderungen an die vollständige Entfernung mikrobieller und anderer Rückstände. Eine unzureichende Aufbereitung kann zur Kontamination nachfolgender Anwendungen beitragen.

      Eine erfolgreiche Wiederaufbereitung ist grundsätzlich möglich, setzt jedoch validierte und konsequent eingehaltene Prozesse voraus.

      Einweg-Sterilfilter vermeiden diese zusätzliche Aufbereitungskette. Nach der vorgesehenen Einsatzdauer werden sie entsorgt und durch einen fabrikneuen Filter ersetzt.

      Unser Grundsatz: Potenzielle Kontaminationswege möglichst vermeiden, statt zusätzliche Risiken durch weitere Prozesse kontrollieren zu müssen.

    • Jeder Filterwechsel bedeutet einen neuen, definierten Ausgangszustand.

      Antimikrobielle Additive im Kunststoffgehäuse können die Ansiedlung und Vermehrung von Mikroorganismen auf der Filteroberfläche hemmen. Dadurch unterstützen sie den Schutz vor Biofilmbildung und können dazu beitragen, das Risiko einer retrograden Kontamination zu reduzieren.

      Die Wirksamkeit dieser Additive ist jedoch nicht unbegrenzt. Sie hängt unter anderem vom verwendeten Material, der Einsatzdauer sowie den Reinigungs- und Desinfektionsbedingungen ab.

      Bei wiederaufbereiteten Filtern muss deshalb sichergestellt sein, dass die ursprünglich vorgesehene antimikrobielle Schutzwirkung auch nach mehreren Einsatz- und Aufbereitungszyklen zuverlässig erhalten bleibt.

      Bei Einweg-Sterilfiltern kommt dagegen bei jedem Wechsel ein fabrikneuer Filter zum Einsatz. Die vorgesehene Schutzwirkung steht damit für die definierte Einsatzdauer erneut zur Verfügung.

      Entscheidend ist nicht allein, ob ein Filter wiederaufbereitet werden kann, sondern ob sämtliche hygienerelevanten Schutzfunktionen über die gesamte Einsatzdauer zuverlässig erhalten bleiben.

    • Sterilität allein genügt nicht. Auch die Durchflussleistung muss überzeugen.

      Ein Sterilfilter muss nicht nur Bakterien zuverlässig zurückhalten. Ebenso wichtig sind seine hydraulische Leistungsfähigkeit, Materialstabilität und Funktionsintegrität.

      Bei aufbereitbaren Hohlfasermembranen können wiederholte Einsatz- und Reinigungszyklen die Durchflussleistung beeinflussen. Die komplexe Membranstruktur stellt hohe Anforderungen an die vollständige Entfernung von Ablagerungen.

      Verbleibende, nach der Desinfektion nicht mehr vermehrungsfähige Rückstände – vereinfacht auch als „steriler Schmutz“ bezeichnet – können den Strömungswiderstand erhöhen und den Wasserdurchfluss reduzieren.

      Mögliche Folgen sind:

      • Nachlassende Durchflussleistung
      • Einschränkungen bei der praktischen Nutzung
      • Vorzeitiger Filterwechsel trotz ursprünglich längerer vorgesehener Einsatzdauer
      • Zusätzlicher Materialverbrauch und Abfall

      Die theoretisch mögliche Anzahl an Aufbereitungszyklen ist deshalb nicht zwangsläufig mit der tatsächlich erreichten Einsatzdauer gleichzusetzen.

      Einweg-Sterilfilter bieten bei jedem Wechsel einen definierten Ausgangszustand, ohne vorherige Einsatz- und Aufbereitungszyklen.

      Zuverlässige Produktleistung bedeutet, dass Bakterienrückhalt und Durchfluss über die gesamte vorgesehene Einsatzdauer innerhalb der spezifizierten Grenzen bleiben.

    • Die Wahl der Membran beeinflusst Sicherheit, Baugröße und Materialeinsatz.

      Aufbereitbare Sterilfilter basieren häufig auf Hohlfasermembranen. Diese bestehen aus zahlreichen feinen, hohlen Fasern, die innerhalb des Filtergehäuses fixiert werden müssen. Dafür kommen unter anderem spezielle Vergussmaterialien zum Einsatz.

      Die Konstruktion beeinflusst den Herstellungsaufwand, die Baugröße und den Materialeinsatz. Auch die Eigenschaften der verwendeten Werkstoffe und ihre spätere Entsorgung sind bei der ökologischen Bewertung zu berücksichtigen.

      Einweg-Sterilfilter von i3 Membrane setzen dagegen auf Flachmembran-Technologie. Sie ermöglicht eine besonders kompakte Bauweise und einen hohen, validierten Bakterienrückhalt.

      Zu den wesentlichen Vorteilen unserer Membrantechnologie zählen:

      • Zuverlässiger Bakterienrückhalt: Die Filterleistung wird durch geeignete Prüfverfahren nachgewiesen.
      • Kompakte Bauform: Geringer Platzbedarf für eine möglichst uneingeschränkte Nutzung des Wasserhahns.
      • Bewusste Materialauswahl: Eine Konstruktion ohne die für Hohlfaserbündel erforderliche Vergussstruktur.

      Welche Technologie die Anforderungen an eine konkrete Anwendung am besten erfüllt, muss anhand ihrer nachgewiesenen Leistungsmerkmale bewertet werden.

    • Nachhaltigkeit ist mehr als Abfallvermeidung und Recycling.

      Auf den ersten Blick erscheint ein mehrfach verwendbarer Filter ressourcenschonender als ein Einwegprodukt. Doch die Anzahl der möglichen Einsätze allein erlaubt noch keine Aussage über die tatsächliche Umweltbilanz.

      Eine fundierte ökologische Bewertung muss sämtliche relevanten Lebenszyklusphasen berücksichtigen.

      Bei aufbereitbaren Sterilfiltern gehören dazu neben Herstellung und Materialeinsatz insbesondere:

      • Transport und Verpackung: Sichere Sammlung, Zwischenlagerung, Versand zur Aufbereitung und Rücktransport
      • Reinigung und Desinfektion: Einsatz von Wasser, Reinigungschemikalien und Energie, beispielsweise für thermische Verfahren
      • Materialien und Herstellung: Membranen, Gehäuse und zusätzliche Konstruktionsmaterialien
      • Tatsächliche Einsatzdauer: Möglicher vorzeitiger Austausch bei nachlassender Durchflussleistung
      • Entsorgung: Abfallaufkommen und realistische Recyclingmöglichkeiten

      Einweg-Sterilfilter benötigen keine zusätzlichen Rücktransporte oder Ressourcen für wiederholte Reinigungs- und Desinfektionsprozesse. Ihre kompakte Bauform kann zudem den Materialeinsatz reduzieren.

      Demgegenüber steht die Entsorgung nach einer einmaligen Nutzungsperiode. Auch dieser Umweltaspekt muss selbstverständlich berücksichtigt werden.

      Auch die Membrankonstruktion beeinflusst die Ökobilanz: Bei Hohlfasermembranen, die häufig Verwendung bei Mehrwegfiltern finden, müssen zahlreiche feine Fasern durch ein sogenanntes Potting-Verfahren dauerhaft im Filtergehäuse fixiert und abgedichtet werden. Dafür werden spezielle Vergussmaterialien, beispielsweise Kunstharze, eingesetzt. Deren Herstellung benötigt zusätzliche Rohstoffe und Energie. Zudem können die fest verbundenen Materialkomponenten die spätere Trennung und werkstoffliche Verwertung erschweren.

      Diese zusätzlichen Materialien und Herstellungsschritte müssen deshalb ebenso in die ökologische Gesamtbilanz einfließen wie der Ressourcenverbrauch bei der Wiederaufbereitung.

      Ob ein Einweg- oder Mehrwegsystem die bessere Ökobilanz aufweist, lässt sich deshalb nur anhand einer vergleichbaren Lebenszyklusanalyse unter realistischen Einsatzbedingungen beurteilen.

      Entscheidend ist die ökologische Gesamtbilanz – einschließlich tatsächlicher Einsatzdauer, Ressourcenverbrauch und sämtlicher Aufbereitungsprozesse.

    Membrantechnologie ≠ Nutzungskonzept
    Hohlfaser- und Flachmembranen beschreiben unterschiedliche Filtertechnologien. Einweg und Mehrweg hingegen bezeichnen die vorgesehene Nutzungsweise eines Filters.

    Aufbereitbare Sterilfilter verwenden häufig Hohlfasermembranen. Diese Technologie ist jedoch nicht grundsätzlich auf Mehrwegprodukte beschränkt. Ebenso können Flachmembranen grundsätzlich für wiederverwendbare Filtersysteme eingesetzt werden.

    Entscheidend ist stets die konkrete Konstruktion und die nachgewiesene Eignung für die vorgesehene Anwendung und gegebenenfalls Wiederaufbereitung.

    Unser Weg: Sicherheit und Nachhaltigkeit gemeinsam denken

    Nachhaltigkeit ist für uns von der i3 Membrane ein wesentlicher Bestandteil verantwortungsvollen Handelns. Wir arbeiten kontinuierlich daran, Ressourcen zu schonen, Materialien bewusst auszuwählen und die Umweltbelastung unserer Produkte zu reduzieren.

    Dabei bleibt unser Qualitätsverständnis unverändert: Patientensicherheit, zuverlässiger Bakterienrückhalt und konstante Produktleistung haben in patientennahen Krankenhausbereichen oberste Priorität.

    Unsere Entscheidung für Einweg-Sterilfilter ist deshalb bewusst getroffen. Sie vermeidet zusätzliche Wiederaufbereitungsprozesse, bietet bei jedem Filterwechsel einen definierten Ausgangszustand und verbindet hohe Anforderungen an die Infektionsprävention mit einer ganzheitlichen Nachhaltigkeitsbetrachtung.

    Wir vermeiden zusätzliche hygienische Risiken, gewährleisten eine zuverlässig hohe Produktleistung und übernehmen zugleich ökologische Verantwortung.

    Patientensicherheit ist unser Maßstab. Nachhaltigkeit unser Anspruch. Beides gehört zusammen – in dieser Reihenfolge.

    Wissen vertiefen

    oekobilanz-i3membrane

    Nachhaltigkeit bei i3 Membrane – Unsere Maßnahmen und Ziele für einen verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen.

    Lernen Sie unsere Nachhaltigkeitsstrategie kennen

    Ökobilanz unserer Sterilfilter – Umweltwirkungen über den gesamten Produktlebenszyklus.

    Unsere Ökobilanz endständiger Sterilfilter herunterladen

    Quellen & weiterführende Informationen

    Totaro M, Valentini P, Casini B, Miccoli M, Costa AL, Baggiani A. Experimental comparison of point-of-use filters for drinking water ultrafiltration. J Hosp Infect. 2017 Jun;96(2):172-176. doi: 10.1016/j.jhin.2016.11.017. Epub 2016 Dec 1. PMID: 28073586.

    Yetiş Ö, Ali S, Karia K, Wilson P. Failure of a hollow-fibre shower filter device to prevent exposure of patients to Pseudomonas aeruginosa. J Hosp Infect. 2022 Dec;130:1-6. doi: 10.1016/j.jhin.2022.08.007. Epub 2022 Aug 30. PMID: 36049574.

    + + + Weitere Inhalte folgen in Kürze. + + +

    Ergänzende Nachweise und Prüfberichte

    Neben den aufgeführten wissenschaftlichen Quellen berücksichtigen wir auch Ergebnisse ergänzender Untersuchungen, Validierungen und technischer Prüfungen. Da nicht sämtliche Dokumentationen öffentlich zugänglich gemacht werden können, bieten wir interessierten Fachkreisen gerne die Möglichkeit, ausgewählte Ergebnisse im persönlichen Gespräch näher kennenzulernen.