• Sterilfilter in HNO-Einheiten

    Wasserhygiene und Infektionsprävention in der Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde

    In Kliniken und HNO-Praxen spielt die Qualität des Wassers für die Sicherheit und Gesundheit von Patienten sowie medizinischem Personal eine entscheidende Rolle. Bei zahlreichen Anwendungen in der Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde kommt Wasser direkt mit der Schleimhaut von Patienten in Kontakt, etwa beim Spülen der Nase und Ohren.

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    Hygienische Herausforderungen in der HNO-Heilkunde

    Selbst wenn das eingespeiste Wasser die Vorgaben der Trinkwasserverordnung (TrinkwV) erfüllt, kann sich in jeder wasserführenden Behandlungseinheit nach kurzer Zeit ein Biofilm bilden, der zu einer mikrobiellen Kontamination des durchlaufenden Wassers führt. Langsamer Wasserfluss, lange Standzeiten und Temperaturen um 38 °C begünstigen die Entstehung des Biofilms. Insbesondere bei Spülungen besteht dadurch vor allem für immungeschwächte und immunsupprimierte Personen eine potenzielle Infektionsgefahr.

    Ärzte und medizinisches Personal müssen gemäß § 23 des Infektionsschutzgesetzes sicherstellen, dass das verwendete Wasser mikrobiologisch unbedenklich ist. Zwar stellen die meisten Mikroorganismen aus kontaminierten Wassersystemen für gesunde Menschen kein Krankheitsrisiko dar, doch bestimmte Arten können schwere Erkrankungen bei Risikopatienten verursachen – darunter etwa Legionellen, Pseudomonaden und einige nichttuberkulöse Mykobakterien (NTM).

    Deshalb ist medizinisches Fachpersonal für das verwendete Wasser, aber auch für die einwandfreie Reinigung der medizinischen Geräte verantwortlich. Das gilt auch für starre und flexible Endoskope, die in der Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde eingesetzt werden. Aufgrund der engen Kanäle und Windungen sind Endoskope nicht nur anfällig für Biofilmformationen, ihre Reinigung ist auch eine Herausforderung. Doch ohne hygienische Aufbereitung bieten sie die perfekte Lebensumgebung für Keime und Krankheitserreger.

    Aufbereitung von Endoskopen in der HNO-Heilkunde

    Die Aufbereitung von Medizinprodukten ist rechtlich in den Empfehlungen der KRINKO und des BfArM (Bundesinstitutes für Arzneimittel und Medizinprodukte) geregelt. Für Endoskope gilt im Besonderen die Richtlinie „Anforderungen an die Hygiene bei der Aufbereitung flexibler Endoskope und endoskopischen Zusatzinstrumentariums“.

    In der Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde verwendete Endoskope werden der Risikoklasse „semikritisch“ (Kontakt mit Schleimhäuten) zugeordnet. Darunter wird noch einmal unterschieden in:

    1. starre Endoskope der Klasse A (ohne erhöhte Anforderungen an die Aufbereitung)
    2. flexible Endoskope der Klasse B (mit erhöhten Anforderungen an die Aufbereitung)

    Als semikritische Medizinprodukte müssen sie verpflichtend gereinigt und desinfiziert werden. Für Endoskope der Klasse B wird die maschinelle Aufbereitung empfohlen, jedoch ist auch eine manuelle Aufbereitung nach einem validierten Verfahren mit folgenden Schritten möglich:

    • Vorbereitung
    • Reinigung
    • Desinfektion
    • Spülung
    • Trocknung

    Um zu verhindern, dass nach dem Ausspülen der Desinfektionsmittellösung neue Keime in das aufbereitete Endoskop gelangen oder sich Biofilme bilden, ist eine abschließende Spülung mit mikrobiologisch einwandfreiem Wasser in Trinkwasserqualität erforderlich.

    Auch internationale Leitlinien wie die der „Association for Professionals in Infection Control and Epidemiology“ (APIC) empfehlen zur Schlussspülung bei der Aufbereitung von Endoskopen die Verwendung von sterilfiltriertem Wasser oder sterilem Aqua destillata. Für sterilfiltriertes Wasser in ausreichender Menge rät die KRINKO zum Einsatz von Sterilfiltern.

    Rechtliche Vorgaben zur Wasserhygiene

    Die Wasserhygiene in Hals-Nasen-Ohren-Praxen unterliegt sowohl indirekt als auch direkt verschiedenen gesetzlichen Vorgaben, Normen und Empfehlungen. Einerseits greifen allgemeine Bundesgesetze wie das Infektionsschutzgesetz (IfSG) und das Medizinproduktegesetz (MPG), andererseits existieren spezifische Leitlinien für HNO-Behandlungseinheiten sowie zur hygienischen Aufbereitung von Endoskopen.

    Dazu zählt der Leitfaden “Hygienische Aspekte in der Hals-Nasen-Ohren-Praxis” von der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene (DGKH). Darin wird aus infektionshygienischen Gründen gefordert, die mikrobiologische Qualität von Wasser aus Behandlungseinheiten regelmäßig (mind. jährlich) überprüfen zu lassen. Das Wasser muss den mikrobiologischen Anforderungen der Trinkwasserverordnung, den Empfehlungen des Robert Koch-Instituts (RKI) und dem Umweltbundesamtes genügen:

    • Pseudomonas aeruginosa <1 KBE*/ml
    • Legionella spp. <100 KBE*/100) ml

    Da weder das zugeführte Wasser noch die Leitungsmaterialien von HNO-Einheiten steril sind, können die wasserführenden Systeme auch bei einwandfreier Qualität des eingespeisten Wassers durch unterschiedliche Mikroorganismen besiedelt bzw. kontaminiert sein.

    Um mikrobiologisch unbedenkliches Wasser für Spülungen und die Aufbereitung von Endoskopen zu erhalten, wird in den Leitlinien der Einsatz von aufbereitbaren keimdichten Filtern bzw. endständigen Sterilfiltern empfohlen.


    *Koloniebildende Einheiten

    Zuverlässiger Schutz durch unsere Sterilfilter

    Besonders in älteren Behandlungseinheiten lässt sich die geforderte mikrobiologische Unbedenklichkeit nur durch den regelmäßigen Einsatz von Chemikalien zur Reinigung und Desinfektion in den Wasserleitungen sicherstellen.

    Damit diese Mittel ihre volle Wirkung entfalten, muss potenziell belastetes Wasser bereits vor dem Eintritt in die Behandlungseinheit gefiltert werden. Dafür haben wir zuverlässige Sterilfilter entwickelt, die trotz ihrer kompakten Bauweise eine dauerhaft hohe Durchflussleistung bieten und sich problemlos in die Wasserzufuhr der Behandlungseinheiten integrieren lassen.

    Zuverlässigen Schutz vor einer Kontamination mit wasserassoziierten Krankheitserregern wie z. B. Legionella pneumophila oder Pseudomonas aeruginosa bietet der Inlinefilter i3 FOUR. Dafür wird er mittels Schnellverschlusskupplungen im Leitungssystem der HNO-Einheit montiert und erfüllt durch die Mikrofiltrationsmembran alle Anforderungen an die Wasserhygiene. Daneben wird er auch für die Aufbereitung von Endoskopen eingesetzt.

    Bei der Sterilfiltration von Leitungswasser kommt ebenso der Inlinefilter i3 FIVE zum Einsatz, der in den wasserführenden Zuleitungen von medizinischen Geräten und Instrumenten installiert wird, um Infektionen durch pathogene Keime zu verhindern. Trotz seiner kompakten Bauform unterstützt der Filter eine hohe Durchflussmenge von 20 l/min und eignet sich deshalb ideal für die maschinelle Aufbereitung von Medizinprodukten.

    Wesentlich kompakter im Design wurde der endständige Sterilfilter i3 ONE zur Mikrofiltration von Leitungswasser am Wasserhahn entwickelt. Sicher, schnell und einfach mittels Schnellverschluss installiert, eignet sich der Filter perfekt für die manuelle Vorspülung von Endoskopen und anderen Medizinprodukten am Waschbecken. In diesem Aufbereitungsschritt wird dem Waschbecken somit direkt sterilfiltriertes Wasser für die manuelle Vorreinigung zugeführt.

    Unsere Filter wirken als sofort einsetzbare Barrieren gegen Krankheitserreger und unterstützen die Einhaltung hygienischer Anforderungen – sie sind leicht zu installieren und tragen zu mehr Sicherheit im klinischen Alltag bei.

    Sie wollen mehr zu unseren Filtrationslösungen in der Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde erfahren? Dann lassen Sie sich jetzt ganz unverbindlich und kostenlos persönlich beraten.