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    22. August 2026

    Tag der Fische: Mikroplastik im Fokus

    Mikroplastik in Gewässern als Herausforderung
    © artifirsov | #305383154 | stock.adobe.com

    Am 22. August ist Tag der Fische. Der Aktionstag lenkt die Aufmerksamkeit auf die Vielfalt der Fischarten, ihre Lebensräume und die Herausforderungen, denen aquatische Ökosysteme heute gegenüberstehen. Denn der Schutz von Fischen beginnt nicht erst beim einzelnen Tier, sondern beim Zustand unserer Flüsse, Seen und Meere.

    Saubere und möglichst intakte Gewässer sind eine wesentliche Grundlage für funktionierende aquatische Ökosysteme. Gleichzeitig sind diese Lebensräume zahlreichen Belastungen ausgesetzt. Neben steigenden Wassertemperaturen, Veränderungen natürlicher Lebensräume und verschiedenen Schadstoffeinträgen rückt dabei ein Thema zunehmend in den Fokus: Mikroplastik.

    Der Tag der Fische ist deshalb auch ein Anlass, genauer hinzusehen: Wie gelangt Mikroplastik in unsere Gewässer, welche Bedeutung hat es für aquatische Lebensräume und welche Möglichkeiten gibt es, die kleinen Kunststoffpartikel wieder aus Wasserströmen zu entfernen?

    Als Mikroplastik werden Kunststoffpartikel mit einer Größe von weniger als fünf Millimetern bezeichnet. Sie werden für verschiede Zwecke bereits in dieser Größe hergestellt (bsp. Deko-Glitzer) oder entstehen durch den Zerfall größerer Kunststoffprodukte. Über unterschiedliche Eintragspfade gelangen die Partikel in die Umwelt und schließlich auch in Flüsse, Seen und Meere.

    Dort werden sie Teil eines komplexen Ökosystems. Mikroplastik wurde bereits in unterschiedlichen aquatischen Organismen nachgewiesen und kann auch von Fischen aufgenommen werden. Welche langfristigen Folgen daraus für einzelne Arten und ganze Ökosysteme entstehen können, ist Gegenstand intensiver Forschung. Eine besondere Herausforderung liegt darin, dass Mikroplastik kein einheitlicher Stoff ist. Die Partikel unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Größe, Form, chemischen Zusammensetzung und Herkunft. Das macht sowohl ihren zuverlässigen Nachweis als auch ihre Bewertung und Entfernung anspruchsvoll.

    Der Tag der Fische erinnert damit auch daran, Gewässerschutz ganzheitlich zu betrachten. Wer Fische und andere Wasserorganismen schützen möchte, muss sich ebenso mit der Qualität ihrer Lebensräume und den Stoffen beschäftigen, die in diese Lebensräume gelangen.

    Vom Gewässer bis zum Menschen

    Mikroplastik ist längst nicht nur ein Thema für aquatische Ökosysteme. Die Partikel können über Wasser, Luft, Böden, Lebensmittel und verschiedene Verarbeitungsprozesse auch in die menschliche Nahrungskette gelangen. Für große Aufmerksamkeit sorgte 2019 eine vom WWF veröffentlichte Untersuchung der University of Newcastle in Australien. Auf Basis der damals verfügbaren Daten wurde geschätzt, dass Menschen je nach Konsumgewohnheiten bis zu fünf Gramm Mikroplastik pro Woche aufnehmen könnten – ungefähr das Gewicht einer Kreditkarte. Die tatsächliche Aufnahmemenge ist jedoch bis heute mit erheblichen Unsicherheiten verbunden und Gegenstand weiterer Forschung.

    Eine zentrale Herausforderung liegt dabei in der Analytik. Unterschiedliche Partikelgrößen, Kunststoffarten und Untersuchungsmethoden erschweren die zuverlässige Bestimmung und Vergleichbarkeit von Mikroplastik. Einheitliche und reproduzierbare Messverfahren sind daher eine wichtige Voraussetzung, um Belastungen besser bewerten zu können.
    Genau hier setzen auch Lösungen von i3 Membrane an: Speziell entwickelte Membranen unterstützen die Probenvorbereitung und können die anschließende Detektion und Charakterisierung von Mikroplastikpartikeln erleichtern.

    Wie lässt sich Mikroplastik aus Wasser entfernen?

    Neben der Vermeidung neuer Einträge stellt sich eine weitere entscheidende Frage: Wie können bereits vorhandene Mikroplastikpartikel zuverlässig aus Wasserströmen entfernt werden? Hier spielen moderne Filtrationsverfahren eine wichtige Rolle. Abhängig von Partikelgröße und Anwendung können Membrantechnologien dazu beitragen, auch sehr kleine Partikel aus Wasserströmen abzutrennen.

    Bei i3 Membrane beschäftigen wir uns mit Membranlösungen für anspruchsvolle Filtrationsaufgaben und mit der gezielten Funktionalisierung von Membranoberflächen. Damit möchten wir einen technologischen Beitrag zu effizienten Trennprozessen und einem verantwortungsvollen Umgang mit der Ressource Wasser leisten.

    Mikroplastik im Fokus: Fortsetzung im November 2026

    Die Fragen rund um Mikroplastik reichen weit über den Tag der Fische hinaus. Wissenschaft, Industrie, Analytik und Regulierung beschäftigen sich intensiv damit, wie Mikroplastik zuverlässig nachgewiesen, bewertet und aus unterschiedlichen Stoffströmen entfernt werden kann.

    Im November 2026 laden wir deshalb zu unserer zweiten eigenen Veranstaltung Mikroplastik im Fokus mitten im Herzen Hamburgs ein. Expertinnen und Experten aus der gesamten DACH-Region beleuchten aktuelle Entwicklungen und Fragestellungen. Thematisch geht es unter anderem um Normung und Harmonisierung, Referenzmaterialien, aktuelle Erkenntnisse zu möglichen Gesundheitsrisiken durch Mikroplastik, Mikroplastik in der Lebensmittelindustrie sowie die Analyse und Entfernung von Mikroplastik im Abwasser.

    Die Anmeldung für „Mikroplastik im Fokus“ ist bereits möglich. Weitere Details zur Veranstaltung folgen in Kürze

    Sie möchten unsere Membranen zur Mikroplastikanalytik unverbindlich testen? Bestellen Sie unser kostenloses Musterpaket hier.