Infektionsprävention: Warum herausfordernde Zeiten nicht immer herausfordernde Maßnahmen erfordern, erfahren Sie hier.
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Multiresistente Erreger (MRE) wie beispielsweise Carbapenem-resistente Enterobakterien (CRE) und Pseudomonas aeruginosa-Stämme (CRPA) sind gegen mehrere Antibiotikaklassen unempfindlich.
Sie können schwere Infektionen verursachen, bei denen herkömmliche Therapien kaum noch wirken. Sie treten insbesondere dort auf, wo viele Antibiotika eingesetzt werden, und stellen daher ein zunehmendes Problem bei der Behandlung von Krankenhauspatienten dar.
Multiresistente gramnegative Bakterien zählen zu den größten Herausforderungen der modernen Medizin. Durch ihre komplexe Zellstruktur und ausgeprägte Anpassungsfähigkeit haben diese multiresistenten Erreger in den letzten Jahren Resistenzen gegen mehrere Wirkstoffgruppen entwickelt. Die Medizin unterscheidet zwischen:
Besonders kritisch wird es, wenn selbst Reserveantibiotika ihre Wirkung verlieren, denn dann ist eine Behandlung oft nur noch schwer oder gar nicht mehr möglich. Reserveantibiotika sind spezielle Antibiotika, die nur bei schweren Infektionen mit MRE oder MRGN eingesetzt werden, wenn andere Mittel keine Wirkung erzielen konnten.
Um neuen Resistenzen entgegenzuwirken, müssen Multi-Barrieren-Systeme, also eine Kombination aus diversen Maßnahmen einer umfassenden Strategie zur Infektionsprävention und -kontrolle, zum Einsatz kommen. Dazu gehören u. a. die Einhaltung komplexer Hygienepläne und -richtlinien sowie Maßnahmen zur Prävention wie Monitoring, Flächendesinfektion, Dekolonisierung und der Einsatz von Sterilfiltern. Da MRGN/MRE auch nicht vor Ländergrenzen haltmachen, bedarf es internationaler Kontrollmaßnahmen und der Anwendung von Surveillance-Programmen wie z. B. dem GLASS-Modell der WHO.
Jedes Jahr sterben rund 8,9 Millionen Menschen an den Folgen einer schwer behandelbaren bakteriellen Infektion, häufig verursacht durch multiresistente Erreger. Damit zählen bakterielle Infektionen zu den häufigsten Todesursachen weltweit. Unser Infoblatt bietet einen kompakten Überblick über multiresistente gramnegative Bakterien:
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Unsere Informationsmaterialien stützen sich auf anerkannte wissenschaftliche Studien, Fachberichte und offizielle Empfehlungen von u. a. dem Deutschen Zentrum für Infektionsforschung (DZIF), dem Robert Koch-Institut (RKI) und der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Alle zugrunde liegenden Quellen sind hier transparent aufgeführt – übersichtlich, nachvollziehbar und regelmäßig aktualisiert.
Erfahren Sie hier, warum herausfordernde Zeiten nicht immer direkt herausfordernde Maßnahmen erfordern.